Delphin Nicky haben wir diese Woche fast taeglich gesehen. Sie kam in die Interaction Zone zusammen mit Shanty, mit Big Nick oder auch zweimal alleine. Sie ist ein sehr grosser Delphin und hat an der Rueckenflosse ein kleine Rundung, weshalb ihr der Name Nicky gegeben wurde.
Heute an Silvester haben wir Nicky sogar zweimal am Morgen gesehen. Insgesamt kamen 5 Delphine: Nicky, Big Nick, Jet, Cracker und Levy! Nachmittags war ich auf der zweiten Eco Cruise und genoss ein letztes Mal die Fahrt in der Koombana Bay. Happy New Year!

Video von Nicky (10 MB )
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Morgens um 7 Uhr sitze ich bereits am Strand des Dolphin Discovery Centers, auf der Flucht vor meinem schnarchenden Zimmergenossen im Hostel. Weit und breit sind noch keine anderen Volunteers oder Besucher zu sehen. Als ich von meinem Notizblock aufblicke, sehe ich ploetzlich Delphin Jet's Rueckenflosse im Wasser. Jet war mir als hauefige Besucherin der Interaction Zone bei meinem letzten Aufenthalt besonders ans Herz gewachsen, so viele Male hatte ich sie mit Fischen gefuettert. Das Fuettern wird mittlerweile nur noch durch die Supervisoren gemacht. Ich packe meine Kamera und eile ins Wasser. Jet schwimmt neugierig zu mir hin, schaut mich an, schwimmt dann hin und her und kommt in Kreisen mehrmals zu mir zurueck. Sie bleibt fuer etwa 10 Minuten und ich geniesse den Augenblick: nur Jet und ich alleine im Meer! Keine Besucher zu betreuen, keine anderen Aufgaben, einfach nur Jet und ich fuer eine Weile - das beste Delphin-Erlebnis, das ich je hatte.
Mein Zweitagestrip nach Weihnachten fuehrt runter an die Suedkueste Australiens bis nach Albany. Auf dem Weg dahin stoppen wir in den Waeldern von Pemberton und dem Tree Top Walk bei Walpole, von wo aus man die Baeume aus 40 Meter Hoehe betrachten kann.
Albany ist von der Groesse her aehnlich wie Bunbury, hat aber sowas wie italienisches Flair. Grossartige Lookouts aufs Meer und weisse Sandstraende begeistern mich. Interessant ist der Besuch in Whale World, wo die Geschichte des Walfangs in Albany (gestoppt in 1978) ausfuehrlich dargestellt wird. Spannend, auch wenn einem als Fan von Delphinen und Walen das Herz blutet.
Zurueckgelegte Kilometer von Bunbury nach Albany und zurueck: 900 Kilometer!
Morgens bin ich wie fast immer mit den ersten Sonnenstrahlen um 5:30 wach (ja man glaubt es kaum... :-)). Ab 7.30 treffen sich die Volunteers zum Weihnachtsfest am Dolphin Discovery Center. Wir machen Fruehstueck auf dem Barbecue, werfen uns gegenseitig ins Wasser und um 9 Uhr ist es soweit: die Delphine Nicky und Shanty kommen vorbei und wir duerfen mit Ihnen schnorcheln. An diesem Tag ist das Center fuer die Oeffentlichkeit geschlossen und wir haben die Delphine ganz fuer uns.

Das Gruppenfoto in groesserer Aufloesung ist in der Fotogalerie gespeichert.
Mittags erlebte ich bei der Familie Harden ein klassisch englisch-australisches Weihnachtessen: Turkey mit Kartoffeln und Gemuese, zum Dessert Plum Pudding mit reingesteckten Muenzen.
Abends ging es direkt weiter mit der naechsten Party bei Sean & Di mit Barbecue im Garten mit anderen Volunteers. Das war der Partymarathon Weihnachten 2005 in Australien!
Nach einer schoenen Woche mit Volunteer-Arbeit am Dolphin Discovery Center und netten Nachtessen mit anderen Vollies ist es soweit: Weihnachten in Australien! Am 24. Dezember ist das Dolphin Discovery Center wie immer geoffnet und wir sehen die Delphine Jet, Shanty und Nicky. Eine Schweizer Familie ist heute da und ich kuemmere mich um deren Tochter, die auch Miriam heisst. Um 11 Uhr darf ich auf die Eco Cruise mit und geniesse die Bootsfahrt in der Koombana Bay.
Nachmittags fahre ich mit dem Fahrrad gleich zweimal ins Einkaufszentrum und erledige ein paar letzte Einkaeufe vor Weihnachten. Dann gehts zur Party bei Rhina & Neil: zu elft verbringen wir ein daenisches-australisches Weihnachtsfest. Rhina, urspruenglich aus Daenemark, zaubert ein feines Nachtessen und hat das ganze Haus weihnachtlich dekoriert. Unter dem Weihnachtsbaum tuermen sich all die kleinen Geschenke und wir brauchen fuers Auspacken ganze 2 Stunden...
Frohe Festtage wuensche ich euch allen aus Down Under!
Hier feiern wir Weihnachten mit vielen Parties und Barbecues, es wird maechtig viel los sein uebers Weihnachtswochenende. Besinnlich wirds also nicht werden, aber sommerlich und lustig - Weihnachten mal ganz anders!
In der Fotogalerie findet ihr ein paar erste Fotos, wegen der langsamen Internetverbindung hier vorerst nur eine kleine Auswahl.
Nach der Weihnachtsparty des Dolphin Discovery Center am Samstag folgt am Sonntag das Openair-Event "Carols by Candlelight" in Bunbury. Die Atmosphaere ist relaxed und es ist ziemlich witzig an einem warmen Sommerabend die Band "Walking in a Winter Wonderland" spielen zu hoeren. Der Chor singt die hier bekannten Weihnachtslieder von "Mary's Boy Child" ueber "Rudolph the Red Nose Reeindeer" bis zu "Little Drummer Boy".
Nach einer zweistuendigen Autofahrt gelangen wir zum Koala Park in der Naehe von Perth. Die Koalas sind einfach zum Knuddeln und der Park bietet auch die sonst in Australien hauefigen Tiere wie Kaenguruhs und verschiedene Vogelarten. Nach einem japanischen Picknick gehts weiter zum Shopping in den Subiaco Markets bei Perth. Die beiden Japanerinnen kaufen eifrig ein, ich staune einfach ueber das Gewimmel - die Vorweihnachtszeit ist auch hier der gleiche Einkaufwahnsinn wie in Europa.
Heute morgen um 7.30 begann ich endlich wieder eine Schicht als Volunteer am Dolphin Discovery Center. Zuerst wischte ich die Treppen rund ums Center, darauf folgte das Team-Meeting. Bei den Stufen neben unserer Terrasse fuer Pausen haben wir zusaetzlichen Sand aufgeschuettet. Das Rotations-System waehrend des Morgens funktioniert dann so, dass man alle 20 Minuten wechselt zwischen dem Boardwalk aussen, dem Center innen und der Pause. Ich war mit zwei Japanerinnen zusammen und wir haben mit vielen Touristen geredet. Besuch hatten wir dann zum Vergnuegen von Touristen wie Volunteers von Delphindame "Shanty", sie verweilte etwa 20 Minuten in der Interaction Zone in Strandnaehe. Nach 11.30 holten wir uns ein Sandwich und sassen draussen in der Sonne, endlich ist es wieder etwas waermer geworden. Am Wochenende stehen zwei Weihnachts-Events an.
In den gemeinsamen Tagen in Bunbury stecken Minako, Phillip und ich so oft zusammen wie moeglich, machen Ausfluege oder gehen essen. Der Austausch dreier Kulturen in unserer Dreilaenderfreundschaft ist aufs Neue immer wieder spannend, und oft geht es dabei ums Essen. Warum isst man in Australien zu Weihnachten Turkey, wie bereitet man japanische Udon Nudeln zu und was ist eigentlich Raclette? Die Pasta wuerzen wir abends einfach mal mit japanischen Gewuerzen und Aromat. Oder wir gehen in unsere Lieblingslokale Just One Thai, Kokoro oder ins Mojos, um eine heisse weisse Schokolade zu geniessen. Heute ist Minako wieder aus Bunbury abgereist, ihr Jahr in Australien geht zu Ende. Ob sich die drei Musketiere wohl nochmals wiedersehen?
Nach einer Woche in Bunbury habe ich immer noch nicht mehr als zwei Delphin-Rueckenflossen aus der Ferne gesehen. Wegen meiner anhaltenden Erkaeltung kann ich nicht arbeiten oder ins Meer waten. Dann versagt auch noch meine Stimme. Ziemlich bloed in einem Land, wo jeder ein Schwaetzchen mit einem halten moechte, und selbst die Kassiererin bei Coles fragt trotz kraechzenden Antworten munter weiter, ob ich schon alle Weihnachtsgeschenke haette, ob ich Vegemite mag usw. (igitt ne... wenn schon Brotaufstrich, dann lieber Peanut Butter). Die meiste Zeit verbringe ich mit Minako und Phillip, die mich auch ohne Stimme gut verstehen. Fluestern ist eine Moeglichkeit, oder beim Nachtessen bei Mojos Nachrichten aufs Papiertischtuch kritzeln... trotzdem, irgendwie habe ich mir den Aufenthalt hier anders ausgemalt!
Schnee und Minustemperaturen konnte ich zwar hinter mir lassen, nur ist hier in Westaustralien bloederweise der kaelteste Dezember seit 40 Jahren, sagen die Locals. Eigentlich waere ja jetzt Sommer, Ferienanfang, Vorweihnachtszeit - doch es ist windig, kuehl und regnerisch. Der Tourismus stagniert entsprechend und die Besucher im Dolphin Discovery Centre lassen auf sich warten. Nun hab ich mir, immer noch erkaeltet, schon einen Fleece-Pulli von einem Kollegen ausgeliehen.
Gestern fuhren wir in den Sueden nach Augusta und waren Sightseeing beim Cape Leuwin, wo zwei Ozeane zusammenkommen, bei den Canal Rocks, auf einer Lavendel-Farm und natuerlich in der Chocolate Factory. Verwaiste Campingplatze am Meer lassen ahnen, dass man hier jede Menge Badespass haben koennte - in einem normalen Sommer.
Endlich wieder in Bunbury und im Dolphin Discovery Center! An jeder Ecke ein bekanntes Gesicht: Erin, Janna, Bill, Peter, Rhina, Frida, Sean, Linda usw... die Wiedersehensfreude ist gross und ich mache eine Entdeckungstour um die Neuerungen zu studieren, die es inzwischen gegeben hat.
Nach einem "refreshing course" mit Bill, was vorwiegend aus dem Abhaeckeln eines Formulars besteht, erhalte ich wieder ein rotes Volunteer-Shirt. Nun kann man diese nicht mehr nur ausleihen, sondern kaufen und am Schluss nach Hause nehmen. Stolz schmeisse ich mich wieder in die "Arbeits-Uniform" der Volunteers.
Voellig verbluefft bin ich dann aber mittags im chinesischen Take-away. Ich bestelle Satay Chicken und die Lady sagt nur so "haven't seen you for a while" - sie erinnert sich tatsaechlich noch an mich und meinen Anhaenger am Rucksack. Nach 21 Monaten! Da fuehlt man sich doch gleich wieder zuhause in Bunbury.
Mit meinen beiden Zimmerkolleginnen Sandrine (CH) und Laura (GB ) aus dem Billabong Hostel mache ich mich auf nach Penguin Island suedlich von Perth. Wir haben keine Tour gebucht, sondern gehen auf eigene Faust mit den lokalen Bussen nach Rockingham zur Faehre. Auf der kleinen Insel sind neben Pinguinen auch Seeloewen und verschiedene Voegel zu sehen. Zum ersten Mal kommt so etwas wie Sommerstimmung auf, ansonsten ist es in Perth ja noch immer recht kuehl. Als wir mit der Faehre zurueckkommen ist der Bus gerade weg, aber eine Australierin nimmt uns mit ihrem Auto mit zum Busbahnhof, damit wir den Anschluss nach Perth erwischen.
Morgen gehts nach Bunbury!
Die Ueberraschung gelang ihr perfekt: Minako erwartete mich vor dem Billabong Hostel in Perth, als ich mit dem Taxi vom Flughafen kam. Seit Maerz 2004 hatten wir uns nicht mehr gesehen und dementsprechend viel zu erzaehlen. Sie hat seither in Kanada, Japan und Australien gelebt. In den naechsten 10 Tagen werden wir in Perth und Bunbury noch viel Zeit zusammen verbringen koennen, und so laesst sie mich erstmal ausschlafen - ich bringe es nach der anstrengenden Reise auf flotte 15 Stunden Schlaf! Im Billabong Hostel ist es auch sehr gemuetlich. Am Montagabend trafen Minako und ich uns dann zum Abendessen.
Singapur ist eine faszinierende Stadt mit all den Wolkenkratzern in den verschiedensten Formen und Farben. Eine Bootstour fuehrt mich unter den Bruecken hindurch bis zum weissen Loewen, dem Wahrzeichen der Stadt. Abends in Chinatown staune ich weiter ueber die bunte und unbekannte Vielfalt. Hier ist einiges los im Gegensatz zu anderen Stadtteilen, die herausgeputzt auf Touristen zu warten scheinen - viele Reisende nutzen den Flughafen Singapur ja nur zum Umsteigen. Zwischen den Flugetappen von 12 und 5 Stunden ist mir ein Ausspannen im Hotel-Pool aber mehr als willkommen. Mein Aufenthalt dauert gut 24 Stunden und nach einer schlaflosen Nacht geht es weiter nach Perth...
Dies ist eine lange Beschreibung für das Blog namens 'Blog All'.
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